„Ich bin Feministin“ – Bundesjustizministerin Hubig zu Besuch am Herder-Gymnasium
Am 16. März 2026 besuchte die Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig unsere Schule. In einer vom Leistungskurs Politikwissenschaft organisierten Veranstaltung gab die Ministerin Einblicke in die Arbeit der Bundesregierung und stellte dar, wie aus einem wahrgenommenen Problem ein Gesetzesentwurf und schließlich ein Gesetz werden.
Vor allem aber stellte sie in einem Podiumsgespräch mit dem Moderator*innenteam (Mia und Jan, Q4) wichtige aktuelle Arbeitsfelder des Ministerium vertieft vor:
Nachdem in einem ersten Themenblock das Phänomen der Einschüchterungsklagen geklärt und die Maßnahmen des Ministeriums vorgestellt worden sind, wurde an diesem Beispiel auch betont, wie sehr im Rahmen von Regierungskoalitionen immer wieder auch Kompromisse gemacht werden müssen.
Das zweite Thema waren die Bemühungen des Ministeriums um einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt und Femiziden. Die Ministerin machte deutlich, wieviele Maßnahmen zur besseren Strafverfolgung aber auch zur Vorbeugung antifeministischer Gewalt bereits ergriffen worden sind, auch wenn deutlich wurde, wie langsam sich manche wirkungsvolle Maßnahmen umsetzen lassen.
Den Abschluss des Podiumsgesprächs bestimmte der Austausch über Notwendigkeiten, Möglichkeiten und Risiken intensiverer Verfolgung von Straftaten im Internet. Die Suche nach einem Weg, Straftaten im digitalen Raum effektiv zu bekämpfen ohne allzu sehr in die Freiheitsrechte der Nutzer*innen – der Erwachsenen wie auch der Jugendlichen – stellte sich dabei als sehr vielschichtig dar. Das wurde auch an den Fragen aus dem Publikum sichtbar.
Alles in allem gab der Besuch von Frau Dr. Hubig einen vertieften Einblick in die Arbeit des Bundesjustizministeriums und darin, wie aktuelle politische Probleme bearbeitet werden