Praktikum Metallographie

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Am Montag den 26. Januar 2026, begann das Lette Material Lab im Lette Verein. Das Kernziel dieses Projekts war es, den Beruf der Metallographie näher kennenzulernen, sich fachlich fortzubilden und Einblicke in mögliche berufliche Laufbahnen in diesem Bereich zu gewinnen.

Dieser wurde von dem Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützt und war somit kostenfrei. Am 26. Januar setzten wir uns zunächst mit dem Thema Metallographie auseinander. Dabei wurde erklärt, dass es sich um ein Berufsfeld handelt, dessen Kernaufgabe die Analyse von Metallen ist. Um die Eigenschaften eines Metalls bestimmen zu können, muss dessen Aufbau sichtbar gemacht werden. Da BMW in ihrem Fertigungswerk für Motorrad eine Metallographie Abteilung untergebracht hat, um Schadensfälle direkt vor Ort zu untersuchen, folgte im Anschluss eine Führung durch das BMW-Werk Berlin, bei der wir erste Einblicke und Vergleiche zwischen beiden Institutionen erhielten.

Am 27. Januar wurden Gruppen gebildet, die je einen Schadensfall eines zweckmäßig genutzten Objektes erhielten, der durch das Versagen eines metallischen Materials verursacht wurde. Die anschließende Aufgabe war es, das Objekt zu untersuchen und herauszufinden, welchen Schadensfall es erlitt, und warum. Der Schadensfall meiner Gruppe bestand aus einem gusseisernen Rohr, das nach 100 Jahren im Einsatz bei einer Restaurierung ausgebaut wurde. Nach kurzer Betrachtung und Dokumentierung des Zustandes des Rohres wurden kleine Metallstücke von der Unterseite des Rohrs abgetrennt, um diese als Analysenprobe zu verwenden. Für eine präzise Analyse ist es erforderlich, das Probestück während der Präparation sicher und stabil fixieren zu können. Um dies zu gewährleisten, wurden die Probestücke in Epoxidharz eingebettet, um nicht nur eine stabile Fixierung zu gewährleisten, sondern auch die Handlichkeit beim darauf folgenden Schleifen und Polieren zu verbessern. Da der Trockenprozess mehrere Stunden dauerte, wurde erst am 28. Januar mit dem Schleifen der eingebetteten Proben fortgefahren. Um eine möglichst glatte Oberfläche zu erhalten wurde zu beginn auf einem Nassschleifer mit P220 geschliffen, bis Kerben im material zu sehen waren, anschließend wurde mit der nächst höheren Körnung in die entgegengesetzte Richtung geschliffen, bis die kerben des letzten Schliffes nicht mehr zu erkennen sind. Dieser Vorgang wurde bis auf P2500 wiederholt. Mit der darauf folgenden Poliermaschinen wird zuerst bis auf 3µm und anschließend bis auf 1µm poliert.

Der 29. Januar begann mit den ersten Beobachtungen unter dem Mikroskop und der Auswertung der daraus zu schließenden Informationen. Um Kontraste zwischen Oxidiertem Metall, Kohlenstoff und dem Homogenen Metall besser erkennen zu können wurden die Proben in Salpetersäure geätzt, dies geschah mithilfe einer Petrischale in der Rheine Salpetersäure gegeben wurde und die eingebettete Probe mit der polierten Seite voran eingeführt wurde. Damit wurde der 29. Januar mit der Vorbereitung der Präsentation für den folgenden Tag und dem Untersuchen der mikroskopischen Bilder beendet. Am 30. Januar Und somit letzten Tag wurde die Präsentation des Schadensfalles beendet und präsentiert, wobei alle weiteren Gruppen ihre Ergebnisse und Projekte ebenso präsentieren.

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